Photo­voltaik passend zu Dach und Alltag.

Mit einer PV‑Anlage erzeugen Sie Strom auf Ihrem eigenen Dach. Wie viel davon im Haus genutzt werden kann, hängt von der Anlage und Ihrem Verbrauch im Tages- und Jahresverlauf ab. Am Anfang stehen deshalb Dach, Nutzung und elektrische Voraussetzungen.

Worauf es ankommt.

  1. 01

    Das Dach zuerst verstehen

    Freie Fläche allein entscheidet nicht über die Eignung. Dachzustand, Tragfähigkeit, Befestigung, Verschattung und mögliche Sanierungen gehören in die Prüfung. Wenn Dacharbeiten ohnehin anstehen, sollte die PV‑Planung früh dazukommen.

  2. 02

    Die Anlage sinnvoll auslegen

    Modulfläche, Wechsel­richter und Anschluss werden zusammen betrachtet. Ein heutiger Haushaltsverbrauch ist ein Ausgangspunkt; geplante Wärme­pumpe oder ein Elektroauto können den Bedarf verändern. Eine erste Ertragsschätzung ist eine Orientierung und ersetzt keine geprüfte Auslegung.

  3. 03

    Speicher und Ersatzstrom bewusst wählen

    Ein Speicher kann tagsüber erzeugten Strom für spätere Stunden bereitstellen. Ob und welche Größe sich eignet, hängt vom nutzbaren Überschuss, dem Verbrauch und den Systemkosten ab. Versorgung bei Stromausfall ist eine eigene Funktion und muss ausdrücklich geplant werden.

  4. 04

    Ein Angebot, dessen Umfang klar ist

    Zu einer nachvollziehbaren Planung gehören auch Gerüst, Montage, Leitungswege, Zähler­schrank, mögliche Zusatzarbeiten und Dokumentation. Welche Leistungen enthalten sind und welche erst nach einer Prüfung feststehen, sollte im Angebot erkennbar sein.

Wohin zeigt Ihr Dach?

Süden ist ideal, aber nicht Pflicht. Wählen Sie Ausrichtung und Neigung: Der Kompass zeigt den Jahres­ertrag, den eine Solaranlage in Viersen dort erwarten lässt.

Ausrichtung des Daches
Dachneigung

Süd, 30 Grad

1.053 kWh je kWp im Jahr

99 Prozent des besten Werts in Viersen

Für 1 kWp ohne Verschattung, Systemverluste 14 Prozent. Eine Anlage mit 8 kWp erzeugt das Achtfache. Das tatsächliche Dach prüfen wir vor Ort.

Alle Werte als Tabelle
Ausrichtung 15 Grad30 Grad45 Grad
Nord 739 kWh598 kWh461 kWh
Ost 877 kWh856 kWh814 kWh
Südost 962 kWh1.001 kWh997 kWh
Süd 993 kWh1.053 kWh1.061 kWh
Südwest 956 kWh990 kWh982 kWh
West 869 kWh841 kWh796 kWh

Quelle: PVGIS 5.3, Europäische Kommission, Gemeinsame Forschungsstelle (JRC), Standort Viersen, Strahlungsdaten 2005 bis 2023, abgerufen am 14.10.2026, eigene Zusammenstellung.

Im Winter scheint weniger Sonne.

Von November bis Februar liefert eine Solaranlage in Viersen 15,7 % ihres Jahres­ertrags. In dieselben vier Monate fallen 59,2 % des Heizbedarfs.

Anteil am Jahreswert je Monat, Viersen Solar­ertrag Heizbedarf
Werte als Tabelle
Monat Solar­ertrag je kWp Anteil Solar­ertrag Anteil Heizbedarf
Januar 36,8 kWh 3,5 % 16,7 %
Februar 54,9 kWh 5,2 % 14,8 %
März 92,6 kWh 8,7 % 13,7 %
April 120,0 kWh 11,3 % 9,3 %
Mai 130,5 kWh 12,3 % 5,1 %
Juni 129,4 kWh 12,2 % 1,4 %
Juli 129,3 kWh 12,2 % 0,4 %
August 117,6 kWh 11,1 % 0,6 %
September 102,0 kWh 9,6 % 2,9 %
Oktober 73,7 kWh 6,9 % 7,3 %
November 44,6 kWh 4,2 % 12,2 %
Dezember 30,6 kWh 2,9 % 15,5 %
8 kWp

Richtwert für ein unverschattetes Süddach mit 35 Grad Neigung und 14 Prozent Systemverlusten. Ausrichtung, Verschattung und Wetter verändern den Ertrag.

Im Jahr
8.500 kWh
Mai bis August
4.050 kWh
November bis Februar
1.340 kWh

Darum gehören Photo­voltaik und Wärme­pumpe in einen Plan. Im Sommer und in der Übergangszeit kann Solarstrom einen spürbaren Teil des Wärme­pumpenstroms decken. Im Winter kommt der größere Teil aus dem Netz. Speicher und Steuerung helfen, mehr eigenen Strom zu nutzen; eine sorgfältige Auslegung ersetzen sie nicht.

Was PV im Winter leisten kann

Quelle: PVGIS 5.3, Europäische Kommission, Gemeinsame Forschungsstelle (JRC), Strahlung SARAH3 und Temperatur ERA5 der Jahre 2005 bis 2023 für Viersen, abgerufen am 14.10.2026, eigene Auswertung. Heizbedarf näherungsweise als Grad­tag­zahl G20/15 ohne Warm­wasser. Zum Winter siehe auch die Verbraucherzentrale. Keine Auslegung für ein bestimmtes Haus.

Fragen zur Photo­voltaik.

Kurz beantwortet, ausführlich verlinkt. Ohne Kontaktdaten und ohne Fachbegriffe vorab.

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  • Dach

    Ist mein Dach für Photo­voltaik geeignet?

    Das hängt nicht nur von der sonnigen Fläche ab. Dachzustand, Tragfähigkeit, Befestigung, Verschattung und anstehende Arbeiten müssen zusammen betrachtet werden. Ein Luftbild oder Solarkataster hilft bei der ersten Orientierung; eine fachliche Prüfung am Gebäude ersetzt es nicht.

  • Photo­voltaik

    Wie groß sollte meine Photo­voltaikanlage sein?

    Eine passende Größe ergibt sich aus nutzbarer Dachfläche, Strombedarf, künftigen Verbrauchern und dem gewünschten Betriebsmodell. Eine einzelne Jahresverbrauchszahl reicht für die Auslegung nicht. Auch eine Wärme­pumpe, ein E‑Auto und eine mögliche spätere Erweiterung gehören in die Betrachtung.

  • Photo­voltaik

    Brauche ich für Photo­voltaik ein Süddach?

    Ein Süddach ist keine allgemeine Voraussetzung. Auch andere Ausrichtungen können interessant sein. Entscheidend sind unter anderem Neigung, Verschattung, verfügbare Fläche und die Zeiten Ihres Strom­verbrauchs. Eine standortbezogene Ertragsbetrachtung ist aussagekräftiger als eine pauschale Rangfolge.

  • Kombination & Speicher

    Brauche ich zu meiner PV‑Anlage einen Strom­speicher?

    Eine PV‑Anlage kann auch ohne Batteriespeicher betrieben werden. Ein Speicher kann Solarstrom zeitlich verschieben, verursacht aber zusätzliche Kosten und Verluste. Entscheidend ist, wie häufig tatsächlich Überschuss vorhanden ist und später eigener Strom gebraucht wird.

  • Kosten & Förderung

    Wie wird die Einspeise­vergütung meiner PV‑Anlage bestimmt?

    Entscheidend sind unter anderem Inbetriebnahmezeitpunkt, Anlagenleistung und Einspeisemodell. Überschusseinspeisung und Volleinspeisung haben unterschiedliche Sätze. Maßgebliche Werte müssen zur konkreten Anlage und zum gültigen Zeitraum passen.

  • Photo­voltaik

    Was bedeutet die 60-%-Einspeise­begrenzung für neue PV?

    Bei bestimmten neuen PV‑Anlagen ist die maximale Einspeiseleistung am Netz­anschlusspunkt vorübergehend auf 60 % der installierten Leistung zu begrenzen. Das bedeutet nicht, dass pauschal 40 % des Jahres­ertrags verloren gehen. Eigen­verbrauch, zeitlicher Ertrag und die konkrete technische Umsetzung beeinflussen die Wirkung.

  • Photo­voltaik

    Wer meldet PV, Speicher und Wärme­pumpe an?

    Netz­anschluss und Markt­stamm­daten­register sind verschiedene Vorgänge. Für PV und netzgekoppelte stationäre Speicher bestehen Registrierungspflichten; ein Speicher wird gesondert erfasst. Im Angebot sollte stehen, welche Aufgaben der Fachbetrieb übernimmt und welche Angaben Sie liefern müssen.

  • Photo­voltaik

    Welche Kosten gehören zu einer PV‑Anlage?

    Ein aussagekräftiger PV‑Preis beschreibt mehr als Module und Wechsel­richter. Montage, Gerüst, Leitungswege, elektrische Anpassungen und vereinbarte Nebenleistungen können den Gesamtbetrag beeinflussen. Ohne Dach- und Bestandsdaten lässt sich daraus kein verlässlicher Preis für Ihr Haus ableiten.

PV‑Vorhaben beschreiben.

Ein paar Angaben zum Vorhaben und zum Standort reichen für den Einstieg. Technische Details können Sie ergänzen, soweit sie bekannt sind.

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