Themenweg · 7 Schritte
Ich möchte meine Fenster erneuern
Erst den Zustand einordnen, dann Kennwerte, Verglasung, Lüftung und Einbau klären. Kosten und Förderweg stehen vor dem Auftrag fest.
-
Fenster austauschen oder instand setzen: Was passt zu meinem Haus?
Nicht jedes alte Fenster muss ersetzt werden. Ziehen die Flügel oder sind die Dichtungen spröde, helfen oft neue Dichtungen und eingestellte Beschläge. Ein Austausch ist meist sinnvoller, wenn Rahmen morsch, gerissen oder verzogen sind, noch keine Wärmeschutzverglasung eingebaut ist oder Wärme-, Schall- oder Einbruchschutz deutlich besser werden sollen. Entscheidend ist der Zustand am Haus, nicht das Alter allein.
-
Uw, Ug, Uf: Was sagen die Kennwerte eines Fensters?
Der Uw-Wert beschreibt, wie viel Wärme durch das ganze Fenster mit Rahmen, Glas und Glasrand verloren geht; je kleiner, desto besser. Der Ug-Wert gilt nur für die Verglasung, der Uf-Wert nur für den Rahmen, der Ud-Wert für eine Tür. Vergleichen Sie Angebote über den Uw- oder Ud-Wert des ganzen Elements, nicht über den Glaswert allein.
-
Zweifach- oder Dreifachverglasung: Welche Verglasung passt zu meinem Haus?
Für neue Fenster ist Dreifach-Wärmeschutzglas heute üblich: Das ganze Fenster erreicht damit etwa Uw 0,9, mit Zweifachglas etwa 1,2. Zweifachglas erfüllt die gesetzliche Mindestanforderung, für eine BAFA‑Förderung reicht es in der Regel nicht. Dreifachglas hält die Innenscheibe wärmer, ist aber schwerer und lässt etwas weniger Sonnenwärme herein. Bei alten Rahmen, Denkmal oder sehr großen Flügeln kann die Abwägung anders ausfallen.
-
Neue Fenster und Schimmel: Wie lüfte ich nach dem Fenstertausch richtig?
Neue Fenster sind deutlich dichter als alte. Der ständige Luftaustausch über undichte Fugen fällt weg, und Feuchtigkeit aus Kochen, Duschen und Atmen bleibt länger im Raum. Damit kein Schimmel entsteht, gehört zur Planung, wie künftig gelüftet wird: von Hand, mit Lüftern im Fenster oder mit einer Lüftungsanlage. Fachlich wird dafür ein Lüftungskonzept empfohlen; für eine Förderung ist es nachzuweisen.
-
Fenster und Haustür einbauen: Was gehört zu einer vollständigen Montage?
Zur Montage gehört mehr als das Einsetzen des Elements: Ausbau und Entsorgung der alten Fenster, eine tragfähige Befestigung, eine dichte und gedämmte Anschlussfuge, Fensterbänke innen und außen und das Nacharbeiten der Laibung. Der Anschluss muss innen luftdicht und außen schlagregendicht sein; einfacher Montageschaum allein reicht dafür nicht. Was davon im Angebot steht, sollte einzeln aufgeführt sein.
-
Was kosten neue Fenster und Haustüren, und wie vergleiche ich Angebote?
Die Kosten hängen von Anzahl und Größe der Elemente, Material, Verglasung, Öffnungsart, Sicherheitsausstattung und vor allem vom Einbau ab. Ein Preis je Fenster sagt wenig, solange Ausbau, Entsorgung, Anschlüsse, Fensterbänke und Putzarbeiten nicht klar enthalten oder ausgeschlossen sind. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn jedes Element mit Maß, Kennwert und Montageumfang beschrieben ist.
-
Förderung für Fenster und Haustüren: Zuschuss, Steuer und Kredit
Für neue Fenster und Außentüren gibt es drei Hauptwege: den BAFA‑Zuschuss für die Gebäudehülle mit 15 %, mit erfüllten Bedingungen des Sanierungsfahrplans 20 % nur auf den Kostenteil über der Grundgrenze; alternativ die Steuerermäßigung nach § 35c mit 20 % über drei Jahre; und ergänzend Förderkredite. Zuschuss und Steuerermäßigung schließen sich für dieselbe Maßnahme aus. Wählen Sie den Weg vor dem Auftrag und stellen Sie den Zuschussantrag vor Beginn.
Wo fangen wir an?
Ein paar Angaben zum Vorhaben und zum Standort reichen für den Einstieg. Technische Details können Sie ergänzen, soweit sie bekannt sind.